TAGUNGSHAUS DER GOETHE-UNIVERSITÄT

SCHMITTEN


Typologie Bildungsbau
Jahr 2018
Leistung HOAI LP. 1–4
Bauherr Else-Kröner-Stiftung
Status geplant


Konzept Die Idee, das Jagdhaus auf dem Waldgrundstück in Schmitten als Tagungsstätte zu neuem Leben zu erwecken, ist eine reizvolle, sehr schöne, aber auch herausfordernde Aufgabe. Nicht nur der baufällige Zustand des Hauses, sondern insbesondere auch seine extrem geringe Geschosshöhe im Gebäudesockel schließen aus, dass man bei Erhalt des Bestands eine Sanierung oder Ergänzung vornimmt. Stattdessen ist es unumgänglich, die marode Substanz komplett abzutragen, um einen Neubau an gleicher Stelle zu errichten.

Typologisch und gestalterisch sucht der Neubau seinen Bezug im Vorgängerbau. Er ist gleichermaßen eine kritische Rekonstruktion wie auch eine eigenständige Neuinterpretation des Jagdhauses: Das Konstruktionsprinzip mit einer massiven Sockelzone und leichten Holzaufbauten wird beibehalten. Ebenso das Volumen in ähnlicher Größenausdehnung als auch die Gliederung in zwei Seitenflügel und einen Mittelteil. Als Reminiszenz an das Jagdhaus und an seine damals sehr innovative vorgefertigte Holzkonstruktion schlagen wir auch für den Neubau eine Holzskelettbauweise vor, die in ihrer typologisch und konstruktiv klaren Ausprägung dem Haus wieder einen besonderen Charakter verleiht. Der Bereich des Hauses, der Sockel, der regelrecht in den Hang gebaut ist, wird wie bei dem Vorgängerbau massiv ausgeführt.