NEUBAU GEMEINDEHAUS AUFERSTEHUNGSGEMEINDE PRAUNHEIM

FRANKFURT


Typologie Kulturbau
Jahr 2014
Leistung HOAI LP. 1–9
Bauherr Evangelischer Regionalverband
Status realisiert


Konzept Der vorliegende Entwurf möchte den Charakter des Ortes so gut wie möglich erhalten und durch den Neubau steigern. Damals lag eine hohe stadtbildprägende Qualität in dem „Dreiklang“ aus Kirche, Zehntscheune und Pfarrhaus. Diese Gebäudevolumen korrespondierten auf eine zurückhaltende Art miteinander und spannten schöne Zwischenräume auf. Wie früher das Pfarrhaus muss auch das Gemeindehaus die Ecke besetzen und kraftvolle Fassaden zum öffentlichen Raum und zur Kirche vis-à-vis zeigen. Die wenigen großen Öffnungen in dem kompakten Volumen des Hauses formulieren wichtige Bezüge: Der Saal im Obergeschoss stellt sich zum Stadtteil und zur Niddaaue signifikant durch ein großes Fenster mit Stadtbalkon dar. Eine tief in das Volumen eingeschnittene Außentreppe vom Foyer hinunter in den Garten sowie das große Fenster des Foyers vor dem Saal verfolgen ebenso das Ziel, eine möglichst große und spannungsreiche Beziehung zwischen Innen- und Außenraum herzustellen.

Organisatorisch werden alle Funktionen auf zwei Geschosse verteilt. Die wesentlichen öffentlichen Bereiche liegen repräsentativ an einem kleinen Foyer im Obergeschoss, die Büroräume, ein Gruppenraum, die WCs und die Küche hingegen im Erdgeschoss. Alle Säle sind durch mobile Trennwände voneinander getrennt. Eine zusätzliche, besondere Qualität sehen wir in der möglichen Öffnung zum Foyer. Damit kann bei einer Veranstaltung das gesamte Obergeschoss mit seinen 160 Quadratmetern als zusammenhängende Fläche genutzt werden. Der Charakter dieses großen Raumes wird bestimmt durch einen schönen Blick aus dem Foyerfenster von oben in den benachbarten Kirchhof sowie durch die hohen Lufträume unterhalb der Dachschrägen.